Gedanken zum Tag

„Gebet und stiller Dienst“

Hirtenwort der österreichischen Bischöfe

Liebe Gläubige!

 „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“ – dieses Gebot unseres Herrn Jesus Christus gehört zum Kern des Evangeliums. Daher liegen uns das von Gott geschenkte Leben, die Gesundheit und das seelische Heil aller Menschen am Herzen. In diesem Bewusstsein leistet die Katholische Kirche mit allen bisherigen und künftigen Einschränkungen des kirchlichen Lebens aufgrund der Corona-Pandemie einen großen und notwendigen Beitrag für die ganze Gesellschaft. Wir danken allen Gläubigen, dass sie den bisher gewählten Weg des Gebetes und der konkreten Sorge für die Nächsten mitgegangen sind. Wir sind uns bewusst, dass dies mit großen und schmerzlichen Entbehrungen verbunden war. Papst Franziskus ist uns ein Vorbild im Kampf gegen die Pandemie und er sagt: „Gebet und stiller Dienst – das sind unsere siegreichen Waffen.“

In Abstimmung mit der Österreichischen Bundesregierung haben wir uns auf eine erste Öffnung verständigt, wie wir schrittweise zu vertrauten Formen des kirchlichen Lebens zurückkehren können. Diese Rückkehr wird nicht so schnell möglich sein, wie wir es alle im Herzen haben. Deshalb braucht es auch in der kommenden Zeit von allen Geduld, Verantwortungsgefühl und Rücksichtnahme verbunden mit dem Blick auf verschiedene Formen des Kirche-Seins. 

Unser Fundament: Einfach christlich leben

Wir haben von vielen Familien, aber auch von Personen, die alleine leben, erfahren, dass sie mehr Zeit als Familie oder am Telefon miteinander verbringen, in Gemeinschaft essen und einander zuhören, das Tischgebet neu entdecken oder bei einem Wegkreuz bewusst stehen bleiben. Viele Menschen zünden am Abend eine Kerze an und danken Gott für alles, was sie erlebt haben. Das Erklingen der Kirchenglocken fällt manchen wieder neu auf und erinnert, dass wir unser Tun unterbrechen können, um bewusst an Gott zu denken. Die Spendenbereitschaft und das große Engagement vieler Gläubigen im Bereich der konkret gelebten Nächstenliebe und Nachbarschafts-hilfe berührt und löst große Dankbarkeit aus. Wir sind eingeladen, Menschen in unserer Nähe in einfacher Weise in Gedanken, Worten oder durch kleine Zeichen zu segnen, ihnen Gutes zu wünschen und so als Kirche in einer Zeit der Sorge und Angst das Gute zu säen.

Eine Zeit der Hauskirche

In vielen Diözesen wurde zur „Hauskirche“ eingeladen. Für manche klangen diese Vorschläge ungewohnt oder gar irritierend, weil das Gebet in dieser Art bislang nur vereinzelt gepflegt wurde. Andere machten schöne Erfahrungen damit. Wir möchten alle Gläubigen auch weiterhin darin bestärken, zu Hause – alleine oder in Gemeinschaft – zu beten (Rosenkranz, Andachten, Bibel-Teilen, Stundengebet…). Besonders ermutigen wir dazu, Gott in seinem Wort zu begegnen und täglich in der Bibel zu lesen. Wir können hier von jüdischen Gemeinden lernen: Ein Teil der Liturgie findet in der Synagoge statt, ein Teil am Familientisch. Jedes Haus, in dem gebetet wird, ist ein Gottes-Haus, weil Gott in der realen, konkreten Familie mit all ihren Leiden, ihren Kämpfen, ihren Freuden und ihrem täglichen Ringen wohnt, wie Papst Franziskus schreibt. 

Eine Zeit der offenen Kirchen

Viele Menschen vermissen die Gottesdienste in ihrer Gemeinde. Da diese im Moment noch nicht in der gewohnten Form möglich sind, möchten wir auch weiterhin zum persönlichen Gebet in den Kirchen unseres Landes einladen. Wir ermutigen alle Gläubigen, wenigstens einmal in der Woche eine Kirche zum stillen Gebet aufzusuchen. In den großen Kirchen (nicht in kleinen Kirchen und Kapellen) soll vor allem an den Sonntagen über längere Zeit zum Gebet eingeladen werden. Die Seelsorger ermutigen wir – unter Wahrung der Schutzmaßnahmen –, im Kirchenraum für geistliche Gespräche oder Beichtgespräche verfügbar zu sein. 

Eine Zeit der Solidarität

In den letzten Wochen wurden viele Initiativen gestartet, um den christlichen Grundauftrag der Nächstenliebe wahrzunehmen. Verschiedene Beratungseinrichtungen, angefangen von der Telefonseelsorge über die Caritas bis hin zu pfarrlichen Projekten, haben Großartiges geleistet. Daneben bewähren sich die Familien trotz großer Belastungen als natürliches Fundament der Gesellschaft. Für all das sei ein herzliches Danke gesagt. Die Einschränkungen zur Eindämmung des Virus haben jedoch auch neue soziale Probleme geschaffen. Aus diesem Grund bitten wir, auch weiterhin Solidarität mit den Betroffenen zu zeigen, sei es durch persönliche Hilfe oder materielle Unterstützung.

Gottesdienste im ganz kleinen Kreis

Wochentags und sonntags können ab 15. Mai 2020 Gottesdienste in kleiner Gemeinschaft (Eucharistiefeiern, Wortgottesdienste, Tagzeiten-Liturgien, Andachten…) in Pfarr- oder Klosterkirchen unter strenger Einhaltung der Hygienevorschriften gefeiert werden. Wichtig ist das Bewusstsein der Gottesdienstgemeinde, dass es sich um einen Dienst des stellvertretenden Gebetes für die ganze Gemeinde handelt. Wenn auch nur eine kleine Gruppe vor Ort feiert, so wird doch an alle gedacht und für die ganze Gemeinde gebetet. „Meine Kirche ist immer voll mit Menschen”, soll Charles de Foucauld einmal gesagt haben, als er bei der hl. Messe alleine war. Eine Einladung zu den Gottesdiensten in kleiner Gemeinschaft kann z. B. an einzelne Familien, bestimmte Gruppen, Vereine, Arbeitskreise, Straßenzüge oder Ortssprengel ausgesprochen werden. Für die konkrete Umsetzung ist der zuständige Ortspfarrer oder Kirchenrektor verantwortlich. Die Diözesen geben dazu eigene Orientierungen heraus.

Daneben bleibt die Mitfeier des Gottesdienstes über die Medien ein wichtiger Teil des Glaubens-lebens. Neben dem ORF und privaten Sendern gibt es erfreulich viele Angebote im Internet auch von Pfarren, Orden und Diözesen. 

Feste und Feiern

Kleinere Hochzeiten, Taufen, Erstkommunionfeiern, Firmungen, Krankensalbungen und Be-gräbnisse können ebenfalls in so einem engen Rahmen stattfinden. Die Möglichkeit der Feier von Gottesdiensten im Freien wird derzeit mit den zuständigen Behörden geklärt. Mit der schrittweisen Zulassung von Versammlungen kann und soll unter Beachtung der behördlichen Vorschriften auch das kirchliche Leben wieder wachsen – von der Jugendgruppe über den Gebetskreis bis zur Seniorenrunde.

Große kirchliche Feste und Feiern, Pfarrfeste, Patrozinien, große Begräbnisse oder Hochzeiten können leider bis mindestens Ende August nicht in gewohnter Art und Weise gefeiert werden. Die einzelnen Feste sollen im kleinen Stellvertreterkreis begangen werden. Erstkommunionen und Firmungen werden auf einen späteren Zeitpunkt verschoben, ebenso größere Trauer- und Gedenkgottesdienste. Näheres legen die Diözesen fest.

Liebe Gläubige!

Es ist ein Zeichen der Nächstenliebe, wenn wir aufeinander Rücksicht nehmen. Deswegen sind diese Vorgaben wichtig und einzuhalten. Vertrauen wir besonders in dieser herausfordernden Zeit dem Herrn unseren Weg an. Er schenkt uns Kraft für unseren Alltag, unsere Zuwendung zum Nächsten und einen realistischen Blick auf das Notwendige. Und wenden wir uns gerade im Marien-monat Mai an die Mutter des Herrn im Vertrauen auf ihre Fürsprache. Danke für Ihr Mitgehen, Ihr Gebet und Ihren stillen Dienst.

die österreichischen Bischöfe – Wien, am 1. Mai 2020

 

Liebe Pfarrgemeinde!
Als Anregungen für den Monat Mai diese gute Nachricht aus Rom und von Radio Maria!  Auch wir wollen nach dem 15. Mai mit kreativen Lösungen uns etwas Gutes in St. Lorenzen einfallen lassen. Ideen werden gesucht! Wie schön war die Wallfahrt im letzten Jahr auf den Mariahilfberg bei Gutenstein! Einen gesegneten 1. Mai wünscht euch P. Markus
 
Liebe Freunde von Radio Maria !
Papst Franziskus hat für den Mai besonders zum Beten des Rosenkranzes eingeladen. Wir sind dankbar für das tägliche Rosenkranzgebet mit den Bischöfen und freuen uns, dass sich im Mai Bischof Ägidius und Erzbischof em. Alois Kothgasser einknüpfen und auch Bischof Ivo von Südtirol wieder dabei ist. Von Herzen laden wir Sie zu den Heiligen Messen und um jeweils 18.20 Uhr zum Mitbeten des Rosenkranzes ein:

Samstag, 2. Mai
08:00    Hl. Messe mit Kardinal Christoph Schönborn aus der Andreaskapelle im Bischofshaus in Wien
10:00    Pontifikalamt mit Weihbischof Stephan Turnovszky, zum Weltgebetstag um geistliche Berufungen
18.20    Freudenreiche Geheimnisse mit Erzbischof emeritus Alois Kothgasser, Salzburg

Sonntag, 3. Mai

10.00    Hl. Messe mit Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl aus der Hauskapelle im Bischofshof Graz
18.20    Glorreiche Geheimnisse mit Diözesanbischof Hermann Glettler, Innsbruck

Weiters übertragen wir täglich um 7:00 Uhr die Hl. Messe mit Papst Franziskus aus der Casa Santa Marta in Rom.

Vorschau auf weitere Höhepunkte im Mai:

Mittwoch, 13. Mai: Fatimatag in der Weltfamilie von Radio Maria
Hl. Messe, Impulse, Gebet und internationale Schaltungen in Vorbereitung des internationalen Mariathon in Radio Maria.

Freitag, 15. Mai bis Sonntag, 17. Mai: 8. Internationaler Mariathon
„Allen bringen wir das Lächeln Mariens“ – 3 Tage Sonderprogramm im Dienst der weltweiten Mission von Radio Maria, jeweils ab 06.00 Uhr.
Helfen wir der Muttergottes, Segen für die Welt zu bringen. Wir unterstützen mit Ihrer Hilfe 14 ausgewählte Projekte in aller Welt.
Bitte um Ihr begleitendes Gebet. Schalten Sie bitte zahlreich ein und machen Sie nach Kräften mit!
Unser Spendentelefon ist jeweils ab 06:30 Uhr geöffnet: 01/710 70 72

Dienstag, 26. Mai: Family Day zum Start von DAB+ in der Steiermark und im Burgenland
Die DAB+ Sendeanlagen am Mugl (Stmk) und am Hirschenstein (Burgenland) gehen in Betrieb und versorgen die Mur/Mürz-Furche zwischen Semmering und Judenburg mit den Städten Kapfenberg, Bruck/Mur, Leoben, Knittelfeld und Judenburg sowie das Mittel- und Südburgenland. Das bundesweite DAB+ Sendenetz hat damit eine Abdeckung von 80% der Bevölkerung erreicht! Gemeinsam feiern wir den Sendestart und tragen Radio Maria Digitalradios zu den Menschen. Sei dabei!

Im Namen unseres Programmdirektors und aller Mitarbeiter wünsche ich Ihnen einen gesegneten Festtag zum Hl. Josef und einen guten Start in den Mai unter dem besonderen Schutz der Muttergottes. Von Herzen grüßt Sie
Ihr
Christian Schmid
Geschäftsführer
Radio Maria Österreich